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ROHRSYSTEME:
Rohre und Fittinge für Heizungs- & Sanitärtechnik


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ENTZINKUNGSBESTÄNDIGES MESSING

Entzinkug
Insbesondere bei salzhaltigen, relativ weichen Trinkwässern kann es bei Standard-Messinglegierungen (Automatenmessing, etc.) zu einer speziellen Korrosionsart, der sogennanten Entzinkung kommen. Aus diesem Grund werden im Hausinstallationssystem RAUTITAN grundsätzlich entzinkungsbeständige Materialien verwendet, die nach DIN ISO 6509 geprüft werden. Formteile mit dieser hochwertigen Messing-Basislegierung sind bereits ohne Probleme jahrzehntelang im Einsatz, wie Erfahrungen bei kritischen Trinkwässern z.B. in Skandinavien, Deutschland, England etc. zeigen. Formteile aus diesem Material sind korrosionsbeständig.


KORROSIONS- UND ABLAGERUNGSFREI

Material Fitting
Die Formteilkomponenten des Hausinstallationssystems RAUTITAN, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch mit Trinkwasser oder Heizwasser in Berührung kommen, bestehen aus entzinkungsbeständigem Sondermessing nach DIN EN 12164/DIN EN 12165 Klasse A (höchste Anforderungsstufe). Dieses entzinkungsbeständige Sondermessing ist insbesondere für den Einsatz in Gebieten mit aggressiven Trinkwässern entwickelt worden.

Spannungsrissbeständigkeit
Messingformteile und Schiebehülsen des Hausinstallationssystems RAUTITAN sind spannungsrisskorrosionsbeständig nach DIN 50916 Teil 2 (Lösung A: pH 10/22 ± 1 °C, 7 Tage).

Erosion/Erosionskorrosion
Die Universalrohre RAUTITAN stabil und RAUTITAN flex mit der REHAU-Verbindungstechnik Schiebehülse werden vor dem Verpressen aufgeweitet. Der Durchflussquerschnitt des Formteils wird nahezu dem des Rohres angeglichen und weist daher eine reduzierte Geräuschemission sowie eine erhöhte Erosionsbeständigkeit auf. Dieser Vorteil wird bei dem Hausinstallationssystem RAUTITAN im Gegensatz zu nicht aufgeweiteten Systemen genutzt. Die Grenzen bei der Dimensionierung nach DIN 1988, Teil 3 können somit voll ausgeschöpft werden.




VERNETZTES POLYETHYLEN  

Der Werkstoff PE-X
Der Werkstoff PE-X entsteht durch die Vernetzung von Polyethylen (PE). Der Basisrohstoff ist ein lineares und hochmolekulares PE hoher Dichte mit hoher Festigkeit. Aus diesem Grund zeichnet sich schon das Grundmaterial durch besonders gute Schlag- und Kerbschlagzähigkeit aus.
Zur Vernetzung des Polyethylens werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Das RAUTITAN flex-Rohr wird durch peroxidische Vernetzung hergestellt. Diese Art der Vernetzung findet bei hoher Temperatur und hohem Druck mit Hilfe von Peroxiden statt.
Hierbei verbinden sich die einzelnen Moleküle des Polyethylens zu einem dreidimensionalen Netzwerk. Kennzeichnend für die Hochdruckvernetzung ist die Vernetzung in der Schmelze, also oberhalb des Kristallitschmelzpunktes. Die Vernetzungsreaktion erfolgt während der Rohrformung im Werkzeug. Dieses Vernetzungsverfahren sichert auch bei dickwandigen Rohren eine gleichmäßige und sehr hohe Vernetzung im gesamten Rohrquerschnitt. Das peroxidisch vernetzte Polyethylen wird als PE-Xa bezeichnet.
Der Inliner, das innenliegende Rohr im Universalrohr RAUTITAN stabil, welches mit dem durchfließenden Medium in Berührung kommt, besteht ebenfalls aus einem vernetzten Polyethylen. Dieses wird jedoch durch den Beschuss von Elektronenstrahlen nach der eigentlichen Rohrproduktion vernetzt. Das strahlenvernetzte Polyethylen wird als PE-Xc bezeichnet.



Werkstoffeigenschaften
Durch die Vernetzung des Polyethylens werden wichtige Werkstoffeigenschaften noch deutlich verbessert:
  • Korrosionsbeständigkeit: kein Lochfraß und keine Spannungsrisskorrosion
  • ablagerungsfrei: PE-X-Rohre neigen nicht dazu, festsitzende Ablagerungen zu bilden bzw. zuzuwachsen.
  • geräuscharm: stark verminderte Schallübertragung entlang des Rohres
  • Rückstellvermögen (Memory-Effekt)
  • hohe Temperatur- und Druckbeständigkeit
  • Abriebfestigkeit
  • sehr gute Kerbschlagzähigkeit, auch bei niedrigen Temperaturen
  • geringe Wärmeleitfähigkeit
  • toxikologische und physiologische Unbedenklichkeit


Langzeitverhalten
Bei polymeren Rohrwerkstoffen, die einer mechanischen Belastung ausgesetzt werden, ist das Kriechverhalten zu berücksichtigen. Darunter ist zu verstehen, dass Deformation und Festigkeit von Temperatur und Belastungszeit abhängen. Um die für die Dauerbelastung zulässigen Beanspruchungen zu finden, ist es daher erforderlich, das mechanische Verhalten über lange Zeit zu untersuchen. Dies gilt auch für Rohre unter Innendruck. Auf der Grundlage der mehr als 30-jährigen Erfahrung in Labor und Praxis, einer Vielzahl von Versuchen und umfangreichen Prüfungen an Rohren aus hochdruckvernetztem Polyethylen wurden die notwendigen Parameter entwickelt. Die Ergebnisse von unzähligen Zeitstands-Innendruckversuchen werden im "Zeitstands-Innendruck-Diagramm" dargestellt.


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